Forum Vetoniana

Wer schon einmal die großen römischen Ansiedlungen wie etwa in Xanten, Köln oder Trier besucht hat, weiß von den außergewöhnlichen Fähigkeiten der Römer große Bauvorhaben zu planen und zu realisieren. Als Beispiel sei nur die über 100 km lange Wasserleitung aus der Eifel zur Versorgung der römischen Stadt Köln erwähnt. Über lange Strecken konnten die Römer Aquädukte mit gleichmäßigem Gefälle bauen. Elektrische Pumpwerke waren bekanntermaßen noch nicht verfügbar. Die römischen Landvermesser müssen wahre Genies gewesen sein, war doch die Messtechnik mit den heutigen Instrumenten nicht zu vergleichen.
Eines der wichtigsten Instrumente war die Groma. Mit ihr konnten rechtwinklige Strecken angelegt werden, wie sie z.B. beim Bau der Kastelle erforderlich waren.

Groma

und Computersimulationen müßten dienen, um die Planungssicherheit über ein derart großes Projekt zu erhalten.
Der römische Tiefbauingenieur, Landvermesser genannt, hatte nur ein Hilfsmittel, die Groma. Dieses primitive Instrument war nur dazu nütze, einen Winkel von 90 Grad zu bestimmen und diese Fluchten festzulegen. Ausgangspunkt eines Kastellbaus war also der Mittelpunkt, der Kreuzungspunkt zwischen Nord-/Südtor und Ost-/Westtor.
Auf der ganzen Welt wurden nach dem derzeitigen Kenntnisstand nur zwei dieser römischen Meßgeräte gefunden: Eines in Pompeij, ausgestellt im Nationalmuseum in Neapel und eines im Kastell Vetoniana in Pfünz, ausgestellt auf der Willlibaldsburg in Eichstätt.
Was liegt also näher, diesen einmaligen Fund beim Kastellfest zu würdigen und darzustellen. Wir werden weiter darüber berichten, wie der Nachbau gestaltet wird und wie wir dieses Instrument vorführen werden.

Stellen Sie sich das gigantische Bauwerk des Kastells Vetoniana im Jahre 200 n.Chr. vor. Wenn Sie damit Schwierigkeiten haben, dann stellen Sie sich bitte vor den Eckturm und blicken an der Außenseite der Verbindungsmauer entlang. Wenn man dann bedenkt, daß die gesamte Mauerlänge einmal fast 700m war, die ganzen Türme standen, Signaltürme noch dazwischen und wenn man zudem weiß, daß das Kastell über 500 Bewohner hatte, soviel wie Pfünz heute, dann kann man die Kultur, das Leben die Baukunst und vieles andere abschätzen.
Jetzt stellen Sie sich vor, ein Projekt dieser Größe müßte heute entstehen. Ganze Planungsstäbe würden beschäftigt sein mit ihren Meßgeräten, unter Zuhilfenahme der Satellitennavigation das Terrain zu nivellieren und den Bau zu plazieren. Computerzeichnungen

Dorfchronik (Forts.)

Mader, 1928. Die inzwischen vorgenommenen Veränderungen werden derzeit zusammengestellt. Demnächst werden wir in Zusammenarbeit mit der Kirchenverwaltung eine Führung anbieten und die Baugeschichte sowie die Kunst in der Kirche erklären. Sicher birgt das Gotteshaus einige Geheimnisse, die

manch Pfünzer Bürger nicht weiß.
Die älteste Grabinschrift an der südlichen Außenmauer der Kirche muß vor dem Verfall bewahrt werden. Es ist die letzte Ruhestätte von Kaspar Schneller (1818 bis 1842). Die Restaurierung muß von einem Fachmann durchgeführt werden, denn die Konservierung von alten Steinplatten und der Erhalt der Inschriften erfordert viel Erfahrung und fachliches

Können.
Zur weiteren Sammlung von Geschichtsdaten zur St. Nikolaus Kirche suchen wir nach Fotos vom Innenraum vor und während der Renovierung im Jahre 1954.
Bitte helfen Sie mit und unterstützen Sie uns bei unserer Arbeit, die Geschichte von Pfünz zu erfassen und für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.

ã Heimatverein Vetoniana Pfünz e.V.

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