Forum Vetoniana

schichtsträchtigen Ortschaft wie Pfünz ansässig ist, ist dieser Auftrag leicht zu erfüllen. Man braucht nur in der reichhaltig gefüllten Korb der Geschichte zu greifen und hat ein Thema in der Hand, das man bearbeiten kann.
So war Pfünz im vergangenen Jahr 1.111 Jahre alt (889 erstmals erwähnt). Etwa 650 Jahre vor der ersten Erwähnung verließen die Römer Pfünz, danach herrschten die Merowinger.
Aber auch die jüngere Geschichte ist voller Ereignisse. 2002 jährt sich der 150. Geburtstag des wohl bedeutendsten Pfünzers Dr. Friedrich Winkelmann. Dieses geschichtliche Datum hat die Vorstandschaft aufgegriffen, um es gebührend zu würdigen.
Unter dem Begriff
Winkelmannjahr 2002 soll eine Veranstaltungsreihe über das ganze Jahr verteilt laufen. Es soll kein Mega-Event, wie man auf neudeutsch zu Großveranstaltungen sagt, sein. Nein, es sollen kleinere Ereignisse organisiert werden, die sich ganz bestimmten Themen mit engerem oder weiteren Bezug zu Winkelmann widmen.
Die Lebensgeschichte von Dr. Friedrich Winkelmann können Sie im Forum Nummer 4 vom April 1998 nachlesen. Sicher werden wir darüber im Rahmen der Veranstaltungen noch berichten, hier will ich erst einmal davon absehen. Nur zur Erinnerung soviel: Winkelmann wurde am Heiligen Abend des Jahres 1856 in Öhringen geboren. Von 1882 bis 1910 lebte und arbeitete er in Pfünz. 1911 siedelte Winkelmann nach Eichstätt über und widmete sich nur noch seinen geschichtlichen Forschungen. Am 22.6.1934 ist Winkelmann in Eichstätt verstorben, er ist in Öhringen, seinem Geburtsort, beigesetzt.
Während der Pfünzer Zeit wurde Winkelmann zum Limeskommissar berufen. In dieser Funktion hatte er die Aufgabe, den römisch-rätischen Limes im Bereich von Pfünz zu erforschen. Das Kastell Pfünz, in dieser Zeit noch ganz gut sichtbar, war natürlich ein Objekt der archäologischen Begierde. Winkelmann dokumentierte die Grundrisse und katalogisierte die reichhaltigen römischen Funde. Auf sein Betreiben hin, entstand die römische Sammlung auf der Willibaldsburg in Eichstätt und damit einhergehend auch die Gründung des Historischen Vereins Eichstätt.
Doch nicht nur das Kastell, sondern auch das angrenzende Lagerdorf hat Winkelmann erforscht. Auch außerhalb von Pfünz war Winkelmann tätig, z.B. legte er den Grundriss des römischen Burgus in Burgsallach frei. Winkelmann hat sich auch kommunalpolitisch als Gemeinderat betätigt und war 1885 Gründungsmitglied der Feuerwehr Pfünz.
Bereits aus diesem kurzen Abriss seines Lebenslaufs ist es ersichtlich, dass Winkelmann für Pfünz ganz bedeutend war. An seinen 150. Geburtstag zu erinnern, ist ein weiteres geschichtliches Ereignis.

Wie könnte man ein Winkelmannjahr 2002 gestalten? Viele Ideen sind gefragt. Auch Ihre Meinung interessiert uns.

An der Eichstätter Straße steht die Römersäule, ziemlich verwittert und in einem

ã Heimatverein Vetoniana Pfünz e.V.

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