Forum Vetoniana

unansehnlichen Zustand. Hier wäre eine Restaurierung angebracht. Winkelmann hat seine archäologischen Erkenntnisse in einem umfangreichen Buch festgehalten, das heute nicht mehr erhältlich ist. Eine Neuauflage, mit Ergänzungen zu neueren Ergebnissen der archäologischen Forschung in Pfünz, wäre ein lohnendes Thema. Winkelmann hat sehr viele archäologische Grabungen durchgeführt. Eine Schaugrabung mit Erklärungen an einem neuen Objekt in Pfünz, würde bestimmt viele interessieren. Dies sind nur einige wenige Anregungen, über die schon gesprochen wurde.
Bitte machen Sie sich Gedanken, was in Pfünz zum Winkelmannjahr 2002 veranstaltet werden könnte und sagen Sie es der Vorstandschaft.

Nachkomme der Bavariabuche

„Über die Zukunft der Bavaria-Buche in Pondorf ist viel diskutiert worden, aber sie ist entschieden: Der Baum ist krank, von Pilzen durchzogen und wird langsam, aber sicher absterben. Der Naturschutzbeirat des Landkreises Eichstätt entschied bereits 1995, dass keine Maßnahmen gegen den Tod des Naturdenkmals ergriffen werden sollen. Außer einer speziellen Maßnahme, die schon seit vergangenem Jahr läuft und vom Landkreis im Natur- und Umweltprogramm 2001 erneut angestrengt wird.
Die „Kinder der Bavaria-Buche" heißt das Projekt, das dem Baum zumindest in den Abkömmlingen, den Kindern also, ein Weiterleben ermöglichen will. 1500 Setzlinge der Bavaria-Buche aus dem Jahrgang 1999 wurden jetzt schon unter der Trägerschaft von Landkreis, Naturpark Altmühltal und Bayerischer Staatsforstverwaltung zu jungen Bäumchen herangezogen. Gegen eine Spende kann man für eines dieser „Kinder" dann eine Patenschaft erwerben und zudem frei entscheiden, wo genau der Setzling gepflanzt werden soll. Bisher sind es etwa 220 Paten, die mit ihrer persönlichen Unterstützung einen der berühmtesten Bäume ganz Deutschlands auf diese Art retten wollen. Kürzlich erst wurde das hundertste Kind im Walderlebniszentrum Schernfeld gepflanzt.
Wer ein Baumpate wird, bekommt dafür auch etwas: Der Landkreis Eichstätt überreicht als Anerkennung eine Urkunde und eine Informationsbroschüre samt Baumtagebuch. Im Baumtagebuch kann man das Heranwachsen seines Zöglings genau dokumentieren. Damit ist es aber noch nicht getan. Im Natur- und Umweltprogramm heißt es, dass die Paten „auch im übertragenen Sinne Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung" übernehmen sollen. Daher werden sie zu einem
Naturerlebnistag eingeladen, bei dem sie unter anderem den Naturpark Altmühltal, bestimmte ökologische Zusammenhänge und die richtige Auseinandersetzung mit Bäumen näher kennen lernen sollen. Außerdem sollen die Paten hier ihre Erfahrungen im Umgang mit den Bäumchen austauschen können. Die Schirmherrschaft des Gesamtprojekts hat übrigens Ministerpräsident Dr. Edmund

ã Heimatverein Vetoniana Pfünz e.V.

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