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Pfünz (hdg) Ein fester Termin im Jahresablauf des Heimatvereins Vetoniana ist eine Wanderung oder ein Ausflug im Herbst. Heuer stand die Fahrt in das Fränkische Freilandmuseum Bad Windsheim auf dem Programm. 51 Pfünzer machten sich mit dem Bus auf die Reise in das nördliche Franken. Im ehemaligen „Gasthaus zur Krone" aus Oberampfrach, zugleich der Eingang des Museums, stärkte sich die Gruppe erst ein mal mit Weisswurst und Brezn. Nachdem Hunger und Durst gestillt waren, erkundeten alle das riesige Areal mit derzeit 72 ehemaligen Häusern aus Franken. Das kulturgeschichtliche Museum ist in vier Themengebiete eingeteilt: Nürnberger Land / Frankenalb - Frankenhöhe / Steigerwald - Mittelalter und Altmühlgebiet. Das Altmühlgebiet war für die Pfünzer Besucher natürlich von besonderem Interesse. Dort ist ein Bauernhaus aus Gungolding, ein Stadel aus Titting, ein Backofen aus Badanhausen und ein Stadel aus Enkering wieder vollkommen aufgebaut und so im Originalzustand für die nachfolgenden Generationen erhalten. In der mittelalterlichen Themengruppe ist zusätzlich ein Doppelhaus aus Ochsenfeld und das Taglöhnerhaus aus Marienstein zu bewundern. Für zwei Pfünzer Ehepaare hatte diese Erkundungsreise eine ganz besondere Bedeutung. Das wieder aufgebaute Bauernhaus aus Gungolding gehörte einst dem Bürgermeister und Standesbeamten der ehemaligen Gemeinde. In der „guten Stube" fand einst die Trauung für eines der Ehepaare statt. Die Ehefrau des zweiten Paares stammt aus Badanhausen und der wieder errichtete Backofen stand einst im Hof des Anwesens der heute über 80-Jährigen. Ein schönes Gefühl nach so vielen Jahren, solch symbolträchtige Orte wieder aufzusuchen. Die zahlreichen Wirtschaften mit ihren schönen Biergärten luden bei herrlichem Sonnenschein natürlich zum Verweilen ein. So vergingen die Stunden bis zur Weiterreise wie im Fluge. Müde und erschöpft ging es dann mit dem Bus nach Nürnberg. In einer typischen Brauereiwirtschaft war das Abendessen reserviert. Bei knusprigen fränkischen Schäuferln und herzhaften Nürnberger Bratwürsteln waren die Anstrengungen schnell vergessen. Das süffige naturtrübe Kellerbier sorgte für eine fröhliche Stimmung zum Ausklang dieses Herbstausfluges des Heimatvereins.
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