Forum Vetoniana

Vor 40 Jahren

Am 12. und 13. Februar 1963, also vor 40 Jahren, war Pfünz ziemlich in Aufruhr. Der strenge Winter ließ den sonst so friedlichen Pfünzer Bach zu einem meterdicken Eispanzer gefrieren. Um einer Überschwemmung vorzubeugen, halfen die Bereitschaftspolizisten von Eichstätt im Rahmen einer Sprengübung, das Eis an der neuen Brücke im Ortskern zu lockern. Unter der Überschrift „Bepo-Einsatz: gute Tat und Übung zugleich" war am 14.2.1963 folgender Artikel im Eichstätter Kurier zu lesen:
Manchmal sind es nicht die großen Flüsse, sondern die kleinen und normalerweise harmlosen Rinnsale, die Kopfzerbrechen verursachen können. Dies konnten die Pfünzer dieser Tage erleben: Ihr Bach über den sich seit noch nicht langer Zeit eine neue Brücke spannt, war völlig eingefroren. Fast einen Meter dick war die Eisplatte, die unter der Brücke bei einem plötzlichen Tauwetter einen kräftigen Stau hätte bilden können, was eine recht ansehnliche Überschwemmung des Pfünzer Baches zur Folge hätte haben können.
Hilfsbereit wie immer kamen die Eichstätter Bereitschaftspolizisten den hochwassergefährdeten Pfünzern zu Hilfe. Gestern und vorgestern beseitigte ein Sprengkommando des Notstandszuges die dicke Eisplatte mit mehreren Sprengungen. Die Helfer aus der Gemeinde konnten nun ohne besondere Mühe die Eisbrocken beiseite schaffen. Gestern gegen Mittag konnte der Pfünzer Bach wieder ungehindert in Richtung Altmühl abfließen.
Wie wir vom Kommandeur der Eichstätter Bereitschaftspolizei, Oberpolizeirat Albert Beichele, erfahren, ist ein Einsatz von Bereitschaftspolizisten immer von gewissen Voraussetzungen abhängig: Eine Dorfgemeinschaft muß stets zuerst selbst versuchen, die Schwierigkeiten zu lösen, dann erst, wenn die einheimischen Helfer der Lage nicht Herr werden, können die hilfsbereiten Männer von der Bereitschaftspolizei angefordert werden. Im Falle Pfünz ließ sich eine gute Tat mit einer praktischen Übung verbinden: Die Bereitschaftspolizisten, die selbstverständlich schon alle erdenklichen Vorkehrungen für einen eventuellen Hochwassereinsatz getroffen haben, konnten in diesem Falle unter sehr realistischen Voraussetzungen ihre Sprengladungen erproben.
Oberpolizeirat Beichele weist uns auch darauf hin, daß über den Einsatz der Polizei das lnnenministerium zu verfügen hat, es kann also nicht damit gerechnet werden, daß die Gemeinden des Altmühltales bei Hochwasser etwa besonders bevorzugt werden könnten. weil die Bereitschaftspolizei hier praktisch daheim ist, sondern die Polizei wird dorthin gerufen werden, wo der Einsatz gerade am dringlichsten ist.
Am günstigsten für die Bevölkerung wie für die Männer der Bereitschaftspolizei wäre es zweifellos, wenn die Schneeschmelze so langsam vor sich ginge, daß es zu keinem nennenswerten Hochwasser kommt. Denn Hochwassereinsätze sind äußerst schwierig. Die Bereitschaftspolizei hat sich bei derartigen Einsätzen vor allem In Niederbayern bereits bestens bewährt. kh

Kastellführungen

Eine schöne Aufgabe des Vereins könnte sein, die Führungen am Kastell für die verschiedenen Besuchergruppen durchzuführen. Wir werden immer wieder angesprochen, Führungen zu veranstalten. Vor einigen Jahren haben wir dies auch intensiv getan, leider hat die Bereitschaft dazu, stark nachgelassen. Wer Lust hat, sich diesem interessanten und wegen der unterschiedlichen Gruppen auch abwechslungsreichen Thema zu widmen, möchte sich bitte beim Vorstand melden.

1. Vorsitzender
Helmut Drieger
Schrannenweg 12
85137 Pfünz
Telefon (08426) 9 81 88
Internet: www.vetoniana.de
Mail: helmut@drieger.de

Neue Mitglieder
Als neue Mitglieder dürfen wir im Verein
herzlich begrüßen:

  • (139) Spielberger Rosi, Wolzach
  • (140) Meier Martina, Pfünz
  • (141, 142) Welser Stefanie und Carina, Pfünz
  • (143) Josef Sichert, Pfünz

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ã Heimatverein Vetoniana Pfünz e.V.